Das traurige Schicksal balinesischer Bettelkinder

Die bettelnden Kinder auf den Strassen Denpasars bringen mich immer wieder zum Nachdenken. Wie sind ihre Eltern in diese Armut gekommen, dass sie ihre eigenen Kinder betteln lassen? Haben sie überhaupt Eltern? Ich will mehr wissen und besuche ein Waisenhaus.

Von den Müttern auf die Strasse geschickt

Kinder jeden Alters spielen im einfach eingerichteten Waisenhaus. Es herrscht eine seltsame Mischung aus Trauer und der natürlichen Zuversicht von Kindern. Ich werde immer wieder angerempelt. Die Kinder spielen fangen. Ich stehe offensichtlich im Weg. In einem kleinen Schulzimmer werden die Kinder auf die Schule vorbereitet und fehlendes Wissen nachgeholt. Besonders bei Älteren ist das schwierig. Niemand ging hier bisher zur Schule, doch eine Ausbildung ist die einzige Möglichkeit, um sie langfristig von der Strasse zu holen. Im Hinterhof arbeiten die Mütter der Kinder an Kunsthandwerk, das sie verkaufen können. Die meisten Kinder sind keine Waisen. Sie werden von ihren Müttern auf die Bettelstrasse geschickt.

Ein Teufelskreis seit Generationen

Seit Generationen betteln diese Familien. Sie kennen nichts anderes. Das Betteln wird wie ein Fluch von Generation zu Generation übertragen. Ohne jegliche Schulbildung, ohne Kenntnisse von Lesen und Schreiben, ohne Perspektive, bleibt nichts anderes übrig. Sie kennen nichts anderes. Oft sind es ungewollte Schwangerschaften. Die Männer, selber arm, verlassen die Frauen deshalb oft. Die Mütter sind Alleinerziehend.

Tiefsitzende Gewohnheit 

Jeden Montag fährt die Bali Life Foundation durch die Strassen Denpasar und sucht nach Strassenkindern. Es wird versucht die Mütter zu überzeugen, die Kinder tagsüber und abends ins Waisenhaus zu lassen, anstatt auf die Strasse zu schicken. Eine wirkungsvolle Änderung der Situation der Kinder und Mütter ist schwierig und braucht Jahre. Das einzige, was sie kennen, um sich zu ernähren, das Betteln, ist eine tiefsitzende Gewohnheit. Oft gehen die Kinder trotzdem am Abend auf die Strasse, nachdem sie tagsüber gelernt und gespielt haben. Einer der Betreuer macht besonders viel Sport mit ihnen. „Dann sind sie am Abend zu müde zum betteln.“, meint er pragmatisch.

Realistische Ziele

Die Bali Life Foundation ist realistisch. Erst wenn das Kind erwachsen ist, eine Schulbildung und einen Job hat, beginnt der Generationenkreislauf von Betteln und Perspektivenlosigkeit zu zerbrechen. Wenn irgendwann die Söhne und Töchter dieser Kinder in die Schule, statt auf die Strasse geschickt werden, dann hat die Bali Life Foundation ihr Ziel erreicht. Der Lohn der Angestellten ist klein und die Mittel der 4 Waisenhäuser sind gering. Unterstützt werden sie von Spenden und von Freiwilligen aus der ganzen Welt, die jeweils für fünf Monate ein Praktikum machen. 42 Strassenkinder werden bis jetzt unterstützt. „Ich lebe nur einmal, da will ich die Welt positiv verändern. Ich will etwas sinnvolles aus meinen Leben machen.“, ist der Antrieb von Gregoria, der balinesischen Managerin der Foundation.

Information und Spenden

Wenn du den Bettelkinder mit deiner Spende eine Chance auf eine bessere Zukunft geben willst, oder dich über das Waisenhaus informieren willst, dann klicke hier: Bali Life Foundation. Vielen Dank für jede Spende!

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