Von A nach B

Flugzeug

Indonesien hat ein dichtes Netz an Flughäfen und mehrere Inland-Fluggesellschaften. Um zeitsparend von Insel zu Insel zu kommen, sind Flüge die beste Idee und oft wenig teurer als eine langwierige Schiffsfahrt. Viele Ziele in Papua, im Osten Indonesiens sind ohne Flugzeug nicht erreichbar. In Indonesien ist Fliegen die sicherste Methode, um von A nach B zu kommen. Auch die wegen mangelnden Sicherheitsstandards in der Kritik stehende Lion Air (Die Airline hat unter anderem bei der Landung einmal eine Kuh angefahren), ist immer noch weit sicherer als jede Bus- und Schiffsfahrt.

Ich persönlich nutze hauptsächlich Garuda Indonesia und Air Asia. Garuda ist etwas teurer als die anderen Airlines, hat aber eine der besten Economy Class der Welt und guten On-Flight-Service. Air Asia ist von den vielen Budget-Airlines in Indonesien die Beste und fliegt Ziele in ganz Asien an.

Für Flugsuche/Flugbuchungen nutze ich „Skyscanner“ (international) oder „tiket.com“ (Inlandflüge).

Schiff

Besonders bei sehr abgelegenen Inselzielen sind Schiffe das einzige Verkehrsmittel. Pelni ist die grösste Schifffahrtsgesellschaft Indonesiens und fährt Ziele im ganzen Land an. Die Website ist leider sehr schlecht übersetzt und das Buchungssystem gewöhnungsbedürftig. Einfacher ist es die Tickets bei einer Pelni-Filiale oder bei einer Filiale der indonesischen Post (gegen Aufpreis) zu buchen. Nicht jedes Schiff hat den gleichen Standard. Eine kurze Google-Recherche mit dem Schiffsnamen ist empfehlenswert. Die sehr günstige zweite Klasse ist unkomfortabel und laut. Besonders für Nichtraucher ist sie ungeeignet. Im Schlafsaal wird bedenkenlos geraucht und laut Fernsehen geschaut oder Musik gehört. Die erste Klasse ist in aller Regel sehr komfortabel und auf gutem Standard. Der Preis ist dann aber mit einem Flugticket vergleichbar. Trotzdem: Zuzusehen wie Insel nach Insel an dir vorbeizieht, bis ein exotischer Hafen angelaufen wird, ist eine wunderschöne Reise-Erfahrung.

Destinationen, die Pelni nicht bedient, werden von lokalen Unternehmen angefahren. Boote/Schiffe, die hauptsächlich von Touristen benutzt werden, sind oft sehr teuer (eine Speedboat-Fahrt von Bali zu den Gili-Inseln kostet z.B 40-50 Euro return). Wenn du nichts findest, kann herumfragen helfen. Vielleicht fährt gerade ein Einheimischer zu deiner Wunschinsel und nimmt dich gegen ein Entgelt gerne auf seinem Boot mit.
Grundsätzlich brauchst du für  Schiffsreisen immer viel Zeit. Die Reise kann lang sein und der Fahrplan unregelmässig. Mit grösseren Verspätungen ist immer zu rechnen.

Zug

Züge fahren fahren nur auf Java und zwischen Bandar Lampung, Palembang und Lahat auf Sumatra. Die Preise sind etwas höher als bei einer Busfahrt, dafür sind die Züge schneller und die Fahrt angenehmer und sicherer. Tickets kannst du entweder direkt an der Station, über die Website „tiket.com„, oder bei fast jeder Indomaret-Filiale (eine indonesische Supermarktkette) kaufen. Beachte bitte, dass du bei allen grösseren Bahnhöfen einen orangen Boarding-Pass brauchst, um den Zug zu besteigen. Den Boarding-Pass kannst du mit deinem Barcode/Buchungsreferenz/blauen Ticket an einem der Automaten ausdrucken.

Diese zwei Karten zeigen ein detailliertes Bild des javanischen Zugnetzwerkes (Karte 1 Ostjava, Karte 2 Westjava):

train-rail-map-central-east-java-indonesiatrain-rail-map-west-central-java-indonesia

Bus

Mit Bussen/Bemos (Minibusse) kommst du fast überall günstig hin. Zwischen Städten sind die Busse meist komfortabel. Regionale Verbindungen bieten eine interessante lokale Erfahrung, können aber überfüllt und unbequem sein. Es lohnt sich, sich vor dem Ticketkauf zu schauen, wie komfortabel der Bus ist. Die Busse fahren eher halsbrecherisch als feige. Eine Busfahrt kann eine Mutprobe sein. Kopf abschalten und ein Snack essen helfen.
Tickets kannst du bei einigen grösseren Strecken und touristischen Shuttle-Services im Voraus kaufen. Ansonsten werden die Tickets direkt an der Busstation/beim Bus verkauft. In der Regel werden die Preise korrekt angegeben.

Lokaltransport

Von Ojeks (Motorradtaxis), Bemos (Minibusse) über Rikschas, Taxis und private Transporte/Hitchhiking gibt es hier viele Möglichkeiten. Verhandeln ist immer sinnvoll. Der erstgenannte Preis ist nie der letzte. Je touristischer der Ort wird, desto grösser wird die Abzocke. In Kuta auf Bali ist es kaum möglich einen Localpreis zu kriegen. Einige Städte Javas und Südbali bieten eine geniale Alternative gegen Abzocke und Feilschen: Die Smartphone App „Gojek“ bietet konstant günstige Preise für Ojeks und Taxis. Dazu bietet die App noch weitere Dienstleistungen wie günstige Massagen mit Haus/Hotelbesuch und Lieferservice für Essen.
Hitchhiking ist möglich. Oft helfen dir die Einheimischen sogar bei der Suche nach einer Fahrtgelegenheit. Dem Fahrer ein Trinkgeld anzubieten ist Ehrensache. Die Gefährte versprechen nicht selten ein Abenteuer. Auf der Ladefläche eines Trucks durch Westsulawesis Hochlandschaft düsen und alles überholen? Kein Problem: Man wird dich sogar dazu animieren dich stehend an der Truckkabine festzuhalten. Damit der Kick komplett wird.

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